Schimmelpilzschaden-Sanierung


Das Thema Schimmelpilzbildung in Innenräumen rückt im Bezug auf das Wohnraumklima immer mehr in den Mittelpunkt.
 
Ursachen dafür können bauphysikalische oder nutzerbedingte Faktoren sein. Erstere sind zum Beispiel, unzureichende bzw. ungleiche Wärmedämmung, geometrische und materialbedingte Wärmebrücken bzw. Wasserschäden von Innen oder Außen.

Nutzungsbedingte Schäden können beispielsweise durch nicht ausreichendes oder fehlerhaftes Lüften bzw. Heizen entstehen. Auch unregelmäßiges Heizverhalten wirkt sich negativ auf das Raumklima aus. Nicht nur die Raum-, sondern auch die Wandtemperatur wird dadurch beeinflusst. Kühlt sich die feuchtigkeitsgesättigte Raumluft ab, wird Feuchtigkeit freigesetzt, welche sich als Kondensat (Tauwasser) an den kühlen Innenseiten der Außenwände niederschlägt. Gefördert wird die Schimmelpilzbildung meist zusätzlich durch wasseranlagernde Anstriche, wie zum Beispiel Dispersionsfarben, Tapeten und -kleister, Papier, Holz, Kunststoff, Kunstharzputze und Staub, welche als Nährboden für Schimmelpilze dienen.

Hauptsächlich betroffene Räume sind Bad, Küche und Schlafzimmer.

Für die Sanierung von Schimmelpilzschäden gibt es keine gesetzlichen Vorschriften. Als Richtlinie für die Untersuchung, Bewertung und Sanierung dient der Leitfaden zur Sanierung von Schimmelpilzwachstum in Innenräumen des Umweltbundesamtes.

Abhängig von der Ursache und der Größe des Schadbildes muss die Sanierung objektspezifisch und unter Berücksichtigung notwendiger Sicherheitsvorkehrungen (Abschottung, Unterdruckhaltung) ausgeführt werden. Bei kleinen Schäden kann der Bewohner die sichtbaren Befallsstellen mit handelsüblichen Produkten selbst behandeln und damit die aktiven Schimmelpilzsporen auf der Oberfläche deaktivieren. Bei großflächigerem Befall stehen wir Ihnen als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung, vor allem um die Ursache des Schadens zu ergründen und dauerhaft zu beseitigen.


Die folgenden baulichen Sanierungsmöglichkeiten bieten wir an:

Anstrichsanierung

Nährböden, wie Tapeten und Altanstriche, werden restlos entfernt und durch anorganische und diffusionsoffene, also atmungsfähige, Anstriche ersetzt.  Eine qualitativ sehr hochwertigere und wirkungsvolle Möglichkeit bietet die sogenannte Nanotechnologie. Die umweltfreundlichen und höchst strapazierfähigen Innenfarben, beinhalten winzige Silberpartikel, welche das Wachstum von Schimmelpilzen auf der Wandoberfläche erschweren und so einem erneuten Befall vorbeugen.

Kalzium-Silikat-Platten bzw. Innendämm-Platten

Diese sehr leichten Spezialplatten sind diffusionsoffen und haben die Fähigkeit, anfallendes Kondenswasser aufzunehmen und bei abfallender Raumluftfeuchte diese auch wieder an die Raumluft abzugeben. So bildet sich keine Feuchtigkeit auf der Bauteiloberfläche - dem Schimmelpilz fehlt damit die wichtigste Lebensgrundlage. Zusätzlich tragen die Innendämm-Platten noch zu einer Verbesserung der Wärmedämmung und damit zu einem besseren Raumklima bei.

Spezielle Schimmelsanierputze

Das Prinzip dieses Putzes ist dem der Kalzium-Silikat-Platten sehr ähnlich. Jedoch nimmt der Sanierputz in noch größerem Maße Feuchtigkeit aus der Umgebung auf und gibt diese bei abfallender Raumfeuchte wieder an die Raumluft ab. Durch wärmedämmende Eigenschaften wird zusätzlich eine energetische Verbesserung erreicht.

 

Download: SCHIMMELPILZSCHADEN-SANIERUNG